Neue Preise in Sachsen-Anhalt

Nach abermals langwierigen Verhandlungen mit der AOK Sachsen-Anhalt konnte jetzt schließlich doch noch die gesetzlich vorgesehene Preisanpassung umgesetzt werden. Rückwirkend für Verordnungen mit Ausstellungsdatum ab dem 1. Juli 2016 tritt nun eine Preiserhöhung von durchschnittlich fast 15 Prozent in Kraft.

Schon die letzten beiden Vergütungsvereinbarungen mit der AOK Sachsen-Anhalt waren nur durch Einschaltung eines Schiedsrichters möglich geworden. Beide Male endete das Verfahren mit einem Erfolg für die Physiotherapie: Die AOK wurde jeweils zu Preisanpassungen von über 10 Prozent verpflichtet. Trotzdem weigerte sich die Kasse in diesem Jahr einmal mehr, die gesetzlichen Vorgaben des Versorgungsstärkungsgesetzes umzusetzen.

Zwischenzeitlich bot die AOK den Physiotherapeuten sogar Einzelverträge an und versuchte so, die Verhandlungsmacht der Verbände zu schwächen. Umso wichtiger, dass jetzt trotz alledem ein Abschluss vereinbart werden konnte, der den gesetzlich vorgesehenen Preisangleichungsmechanismus umsetzt.

IFK-Mitglieder werden noch in dieser Woche über den neuen Preisabschluss informiert. Bereits jetzt können Verordnungen mit Ausstellungsdatum ab 01.07.2016 zu den neuen Preisen abgerechnet werden. IFK-Mitglieder finden die Preisliste im geschützten Mitgliederbereich.

Weitere Artikel

Konstruktiver Dialog mit MdB Anja Karliczek in Tecklenburg

2026 | 17.06. Im Rahmen der Aufklärungsaktion zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz fand in Tecklenburg ein intensiver politischer Austausch statt. Im Fokus des rund zweieinhalbstündigen Gesprächs mit der Bundestagsabgeordneten Anja Karliczek (CDU) standen die massiven Auswirkungen des Gesetzesentwurfs auf die Heilmittelbranche sowie dringende Entlastungsmaßnahmen für die physiotherapeutischen Praxen.

GKV neu denken: Prozesse digital vereinfachen

2026 | 15.06. Bürokratische Prozesse verursachen im Gesundheitswesen einen enormen Zeit- und Kostenaufwand. Auch im Heilmittelbereich ist dies seit langem ein Schmerzpunkt. Bürokratieabbau könnte helfen, den Finanzdruck im GKV-System zu verringern.