Gegen den Vergütungsabstand zwischen Ost und West

Die Verhandlungen für die Vergütung von physiotherapeutischen Leistungen mit der AOK Nordost für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind stockend angelaufen: Die Krankenkasse bietet lediglich eine Erhöhung im Rahmen der Grundlohnsumme an, was derselben Steigerung wie in den meisten Vertragsgebieten im Westen entsprechen würde.

Für den IFK ist dieses Angebot nicht annehmbar, weil es den erheblichen Vergütungsabstand zwischen Ost und West noch vergrößert. Denn eine gleiche prozentuale Anhebung von unterschiedlichen Ausgangsniveaus führt zu einem noch größeren Abstand.
Hinzu kommt, dass die AOK Nordost auch mit Blick auf die weiteren regionalen Versorgerkassen in den beiden Ländern schlecht da steht. Lediglich ein Vergleich zur AOK Sachsen-Anhalt weist ein besseres Vergütungsniveau aus. Das ist jedoch auch wenig verwunderlich. Der Weg einer vertraglichen Vereinbarung mit der Kasse aus Sachsen-Anhalt ist lange verlassen und das Schiedsverfahren läuft.
Der IFK verweist insbesondere auf den drohenden Fachkräftemangel, der gerade auch weniger dicht besiedelte Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg betrifft. Wird die Vergütung nicht verbessert, dürfte die Zahl der offenen Stellen für Physiotherapeuten noch steigen und damit die Versorgungssicherheit gefährden. Nicht zuletzt deswegen ist es Verbandsziel des IFK, den Ost-West-Angleich zu erreichen.
Für den April ist nun ein weiterer Verhandlungstermin mit der AOK Nordost anberaumt. Schon Mitte Februar wird es einen Folgetermin mit der AOK Plus für Sachsen und Thüringen geben. Auch mit dieser Kasse konnte in der erste Runde noch keine tragbare Einigung erzielt werden.

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