Barmer GEK Heil- und Hilfsmittelreport 2014

Der neue Heil- und Hilfsmittelreport 2014 offenbart große Lücken und regionale Unterschiede in der Heilmittelversorgung. So liegt die Versorgungsrate insbesondere in den westlichen Bundesländern extrem niedrig, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel nur bei knapp der Hälfte. Gemeint damit ist, dass nur in einem von zwei Fällen nach einer Diagnose, die Physiotherapie nahe legt, auch eine Verordnung durch den Arzt erfolgt ist. Sachsen-Anhalt und vor allem Sachsen erzielen dagegen eine weitgehende Versorgungsdeckung.

Der IFK sieht sich darin bestätigt, dass vor allen in Ländern wie Nordrhein-Westfalen, Saarland und Hessen die Bevölkerung immer noch nicht ausreichend mit Physiotherapie versorgt ist.
Zwar sind die Ausgaben für Physiotherapie in der Barmer GEK gegenüber dem Vorjahr um 4,59 Prozent gestiegen (2013 zu 2012), doch die Anzahl der Leistungsempfänger ist nicht wesentlich gewachsen. Vielmehr handelt es sich um intensivere Behandlungen von Leistungsnehmern, was möglicherweise unter anderem auch an der zunehmenden Zahl von chronisch Kranken liegt.
Die Hälfte der Behandlungen in der Physiotherapie bei den Barmer GEK – Versicherten erfolgen für eine Wirbelsäulenerkrankung, gefolgt von Verletzungen, Operationen und Erkrankungen der Extremitäten und des Beckens. Dabei gehen Frauen doppelt so häufig zum Physiotherapeuten wie Männer.

Weitere Artikel

Achtung: Zertifikatsleistungen erst nach erteilter Abgabeberechtigung durchführen

2026 | 25.08. Für die Abrechnung bestimmter Heilmittel benötigen Physiotherapeuten eine offizielle Abrechnungserlaubnis für die entsprechenden Zertifikatspositionen. Hierzu müssen Praxen die Zertifikate ihrer Mitarbeiter bei den Krankenkassen über die ARGEn Heilmittelzulassung einreichen. Für seine Mitglieder übernimmt der IFK diese Meldung im Rahmen der Mitgliedschaft. 

Entgeltatlas 2025: Praxisinhaber mehr als fair

2026 | 24.08. Zum Januar 2025 stiegen die GKV-Vergütungen um 4,01 Prozent; die Gehälter der Arbeitnehmer in ambulanten Physiotherapiepraxen stiegen laut der Bundesagentur im selben Zeitraum sogar um 6,44 Prozent. Daraus lässt sich schließen, dass die GKV-preisinduzierten Umsatzsteigerungen zu rund 220 Prozent an die angestellten Mitarbeiter weitergegeben wurden – entgegen wiederholter Fehldarstellungen einiger Krankenkassen.

G-BA erweitert Diagnoseliste zum langfristigen Heilmittelbedarf (LHB)

2026 | 21.08. In seiner gestrigen Sitzung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Diagnoseliste für den langfristigen Heilmittelbedarf (LHB) um die Indikationen „Multisystematrophie vom Parkinson-Typ (MSA-P, ICD-10-GM G23.2)“ und „Multisystematrophie vom zerebellären Typ (MSA-C, ICD-10-GM G23.3)“ erweitert.