GKV-Finanzentwicklung: Defizit im Gesundheitsfonds

Die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) weist im 1. Quartal 2013 einen leichten Überschuss von rund 850 Millionen Euro bei den Krankenkassen auf. Den Einnahmen von rund 48,9 Milliarden Euro stehen Ausgaben in Höhe von rund 48 Milliarden Euro gegenüber. In der Gesamtbetrachtung der Finanzergebnisse von Krankenkassen und Gesundheitsfonds liegt aber mittlerweile ein Defizit von rund 915 Millionen Euro vor – nach einem Überschuss von rund 462 Millionen Euro im Vorjahr.

Die Leistungsausgaben der GKV haben sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres bundesweit um 4,3 % je Versicherten erhöht. Die Ausgaben für Heilmittel sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 % gestiegen. Der Anteil der Heilmittel an den Gesamtausgaben der Krankenkassen bleibt mit gerundeten 3 % weiterhin niedrig.

Eine umfangreiche Übersicht zur aktuellen GKV-Finanzentwicklung finden Sie hier.

Weitere Artikel

Achtung: Zertifikatsleistungen erst nach erteilter Abgabeberechtigung durchführen

2026 | 25.08. Für die Abrechnung bestimmter Heilmittel benötigen Physiotherapeuten eine offizielle Abrechnungserlaubnis für die entsprechenden Zertifikatspositionen. Hierzu müssen Praxen die Zertifikate ihrer Mitarbeiter bei den Krankenkassen über die ARGEn Heilmittelzulassung einreichen. Für seine Mitglieder übernimmt der IFK diese Meldung im Rahmen der Mitgliedschaft. 

Entgeltatlas 2025: Praxisinhaber mehr als fair

2026 | 24.08. Zum Januar 2025 stiegen die GKV-Vergütungen um 4,01 Prozent; die Gehälter der Arbeitnehmer in ambulanten Physiotherapiepraxen stiegen laut der Bundesagentur im selben Zeitraum sogar um 6,44 Prozent. Daraus lässt sich schließen, dass die GKV-preisinduzierten Umsatzsteigerungen zu rund 220 Prozent an die angestellten Mitarbeiter weitergegeben wurden – entgegen wiederholter Fehldarstellungen einiger Krankenkassen.

G-BA erweitert Diagnoseliste zum langfristigen Heilmittelbedarf (LHB)

2026 | 21.08. In seiner gestrigen Sitzung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Diagnoseliste für den langfristigen Heilmittelbedarf (LHB) um die Indikationen „Multisystematrophie vom Parkinson-Typ (MSA-P, ICD-10-GM G23.2)“ und „Multisystematrophie vom zerebellären Typ (MSA-C, ICD-10-GM G23.3)“ erweitert.