HIS-Zahlen: Heilmittelausgaben steigen moderat

Die Zahlen des Heilmittel-Informations-Systems (HIS) zeigen für 2012 eine leicht positive Tendenz: Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Bereich Physiotherapie sind um 3,35 % gestiegen.

Ein rückläufiger Trend ist aber leider unverkennbar, da die Steigerungsrate für 2011 noch bei 5,84 % und für 2010 sogar bei rund 7 % lag.

Ganz besonders fällt diese Entwicklung in einzelnen Bundesländern ins Gewicht: So ist in Niedersachsen (0,5 %), Bayern (1,07 %) und Berlin (1,62 %) ein solch geringes Umsatzwachstum zu beobachten, dass es in den Praxen kaum spürbar sein dürfte. Ein klares Zeichen dafür, dass die Anzahl ärztlicher Verordnungen rückläufig ist. Besonders auffällig ist die Lage in Hessen, wo der Umsatz in der Physiotherapie gegenüber dem Vorjahr sogar um 2,4 % zurückgegangen ist.

Hoffnung auf eine Umkehr des Negativtrends besteht dadurch, dass das vereinbarte Ausgabenvolumen für 2013 in den meisten Bundesländern deutlich angehoben wurde. Dies senkt – neben anderen Maßnahmen – die Regressgefahr der Ärzte und sollte sie dazu animieren, die medizinisch notwendige Menge an Heilmitteln zu verordnen. In 2012 war dies in einigen Bundesländern offensichtlich nicht immer der Fall, denn in Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen und im Saarland wurden die vereinbarten Heilmittelausgabenvolumen für 2012 einmal mehr nicht ausgeschöpft.

Weitere Artikel

Achtung: Zertifikatsleistungen erst nach erteilter Abgabeberechtigung durchführen

2026 | 25.08. Für die Abrechnung bestimmter Heilmittel benötigen Physiotherapeuten eine offizielle Abrechnungserlaubnis für die entsprechenden Zertifikatspositionen. Hierzu müssen Praxen die Zertifikate ihrer Mitarbeiter bei den Krankenkassen über die ARGEn Heilmittelzulassung einreichen. Für seine Mitglieder übernimmt der IFK diese Meldung im Rahmen der Mitgliedschaft. 

Entgeltatlas 2025: Praxisinhaber mehr als fair

2026 | 24.08. Zum Januar 2025 stiegen die GKV-Vergütungen um 4,01 Prozent; die Gehälter der Arbeitnehmer in ambulanten Physiotherapiepraxen stiegen laut der Bundesagentur im selben Zeitraum sogar um 6,44 Prozent. Daraus lässt sich schließen, dass die GKV-preisinduzierten Umsatzsteigerungen zu rund 220 Prozent an die angestellten Mitarbeiter weitergegeben wurden – entgegen wiederholter Fehldarstellungen einiger Krankenkassen.

G-BA erweitert Diagnoseliste zum langfristigen Heilmittelbedarf (LHB)

2026 | 21.08. In seiner gestrigen Sitzung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Diagnoseliste für den langfristigen Heilmittelbedarf (LHB) um die Indikationen „Multisystematrophie vom Parkinson-Typ (MSA-P, ICD-10-GM G23.2)“ und „Multisystematrophie vom zerebellären Typ (MSA-C, ICD-10-GM G23.3)“ erweitert.