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Klaus Eder: „Physiotherapeutische Diagnostik ist immer erforderlich.“

Anlässlich des Freundschaftsspiels zwischen der Deutschen Fußballnationalmannschaft und den USA am 10. Juni traf die IFK-Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger den Physiotherapeuten des deutschen Teams, Klaus Eder, in Köln und führte mit ihm ein intensives Gespräch auch zum Thema Direct Access.

Der erfahrene Physiotherapeut, der die Nationalmannschaft seit fast 30 Jahren betreut, antwortete auf die Frage nach der Notwendigkeit einer physiotherapeutischen Diagnose im Rahmen eines Direktzugangs mit einer klaren Meinung: „Physiotherapeutische Diagnostik ist immer erforderlich. Physiotherapeuten können ja nicht ins Blaue hinein behandeln.“

Als Physiotherapeut müsse er in jedem Fall zunächst diagnostizieren, wo die Ursache von Beschwerden zu finden sei, beschreibt Eder seine alltägliche Arbeit. „Bei in den Arm ausstrahlenden Beschwerden differenziert der Physiotherapeut mit verschiedenen diagnostischen Testverfahren, u.a. mit dem Sotto-Hall-Test, welche Strukturen für die Probleme des Patienten verantwortlich sind. Die Beschwerden könnten z.B. aufgrund eines Engpasses im Bereich der Scalenuslücke, des Schlüsselbeins oder des  M. Pectoralis Minor verursacht werden. Das ist Diagnostik!“, bringt es Klaus Eder auf den Punkt.

Die Trennung der beiden Begriffe Befunderhebung und Diagnostik, anhand derer der Deutsche Ärztetag und verschiedene Facharztverbände der Ärzteschaft die alleinige Diagnosekompetenz zusprechen, lehnt Eder daher deutlich ab. Dennoch betonte er, dass neben der physiotherapeutischen Diagnostik eine gute Zusammenarbeit mit dem Arzt notwendig sei, der im Rahmen einer Behandlung gegebenenfalls weitere medizinische Untersuchungen durchführen muss.

Im Anschluss an das Spiel ließ es sich (trotz Niederlage) auch Nationalspieler Ilkay Gündogan nicht nehmen, gemeinsam mit Ute Repschläger und Klaus Eder noch ein Erinnerungsfoto zu schießen.

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